Bundestag: Notfallversorgung und Frühstartrente

von hierl

26/10/2026

In den vergangenen Sitzungswochen haben wir mit zwei Entscheidungen gezeigt, dass wir unser Land weiter voranbringen: Die Reform der Notfallversorgung und die Einführung der Frühstartrente sind dafür wichtige Schritte.

Reform der Notfallversorgung

Endlich setzen wir die seit vielen Jahren geforderte und auch im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform der Akut- und Notfallversorgung in Deutschland um. Durch eine bessere Vernetzung aller Leistungserbringer und die Digitalisierung von Abläufen, insbesondere durch die Einführung digitaler Ersteinschätzungsverfahren, sollen Patientinnen und Patienten gezielter in die passende Versorgungseinrichtung gelenkt und Notfalleinrichtungen bedarfsgerechter genutzt werden.

Das verbessert nicht nur die Versorgung von Menschen in akuten gesundheitlichen Situationen und Notfällen, sondern verhindert auch unnötige und kostenintensive Besuche in den Notaufnahmen der Krankenhäuser sowie eine vermeidbare Inanspruchnahme des Rettungsdienstes. Dadurch wird das Gesundheitssystem insgesamt entlastet.

Zusätzlich werden Integrierte Notfallzentren geschaffen, die eine sektorenübergreifende Versorgung ermöglichen. Ziel der Reformen ist es, die bestehenden Strukturen und verfügbaren Ressourcen effizienter zu nutzen und so eine flächendeckende medizinische Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen.

Die Frühstartrente kommt

Mit der Einführung der Frühstartrente stärken wir die Eigenverantwortung und fördern das Bewusstsein für finanzielle Bildung und den langfristigen Vermögensaufbau. Wir setzten damit ein zentrales Versprechen aus unserem Wahlkampf um. Dadurch schaffen wir eine zusätzliche Möglichkeit, finanziell für das Alter vorzusorgen, anstatt sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente zu verlassen.

Wer bereits als Kind Vermögen aufbaut, profitiert über viele Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt. Mit der nun endgültig beschlossenen Frühstartrente geben wir Kindern die Möglichkeit, frühzeitig mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Damit setzen wir ein wichtiges Vorhaben der Union um, das wir bereits in unserem Wahlprogramm gefordert haben.

Rückwirkend zum 1. Januar 2026 erhalten alle Kinder, die im Jahr 2026 sechs Jahre alt werden, ab ihrem sechsten Geburtstag monatlich zehn Euro. Dieses Geld soll mit Unterstützung der Eltern und idealerweise auch im Rahmen des Schulunterrichts am Kapitalmarkt angelegt werden. Dafür werden verschiedene private Anbieter individuelle Depotlösungen anbieten. In den kommenden Jahren werden schrittweise weitere Jahrgänge in die Förderung aufgenommen. Die staatliche Förderung endet mit dem 18. Geburtstag.

Anschließend kann das Frühstart-Depot nahtlos in ein reguläres Altersvorsorgedepot überführt und weiter bespart werden. Vor allem, wenn die jungen Erwachsenen zusätzlich eigenes Geld einzahlen und das Depot langfristig weiterführen, kann die Frühstartrente zu einem wichtigen Baustein für den Vermögensaufbau und den Wohlstand künftiger Generationen werden.


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