Bei einem Gespräch mit Julia Sandner, gebürtige Ambergerin und Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Guatemala, habe ich mich über die aktuelle politische Lage im Land, die Arbeit der KAS und die anstehenden Präsidentschaftswahlen 2027 ausgetauscht. Das Land steht steht vor entscheidenden Weichenstellungen.
Zwei Jahre nach dem historischen Machtwechsel unter Präsident Bernardo Arévalo bleibt die junge Demokratie fragil: ein zersplitterter Kongress, anhaltender Einfluss des sogenannten „Pakts der Korrupten“ und zuletzt auch Risse im eigenen Regierungslager. Die KAS warnt eindringlich davor, dass enttäuschte Erwartungen an demokratische Reformen 2027 populistischen und autokratischen Kräften in die Hände spielen könnten. Dies ist eine Entwicklung mit Signalwirkung weit über Guatemala hinaus.
Frau Sandner machte deutlich: Der Erhalt von Rechtsstaatlichkeit, unabhängiger Justiz und demokratischer Institutionen ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss aktiv verteidigt werden – ein zentrales Anliegen deutscher Außenpolitik.
Danke für den spannenden Austausch, die Einblicke in die Arbeit vor Ort und den Einsatz für Demokratie, weit über Guatemala hinaus!




