Unser oberpfälzer Europaabgeordneter Christian Doleschal zu Gast in meinem Wahlkreis. Gemeinsam besuchten wir zwei mittelständische Familienunternehmen in meinem Wahlkreis. Der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft ist von entscheidender Bedeutung, um Themen rückzukoppeln und in Brüssel oder Berlin einzubringen.
Die Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG ist ein Bio-Pionier und als regionaler Vorzeigebetrieb deutschlandweit mit seinem Bio-Bier bekannt. Hier wird Nachhaltigkeit gelebt, mit klarer Herkunft und hoher Qualität. Der 1628 gegründete Betrieb befindet sich seit 1800 im Besitz der Familie Ehrnsperger und stellt seit 1986 Biere mit Rohstoffen aus ökologischem Landbau her. Wir haben uns unter anderem über die aktuellen Diskussionen rund um neue Gentechnik-Verfahren auf europäischer Ebene und ihre Auswirkungen v. a. auf einen Biobetrieb ausgetauscht. Unser Ziel bleibt klar: Planungssicherheit und faire Rahmenbedingungen für unsere regionale Wirtschaft.
Als nächstes stand die Hammerbacher GmbH auf dem Programm. Das Neumarkter Unternehmen bietet Büromöbel mit einer Lieferung innerhalb von 48 Stunden zum Endkunden an. Ein wichtiges Thema war hier die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Diese verfolgt das Ziel, weltweit gegen Entwaldung vorzugehen. Damit aber nachhaltige Betriebe nicht mit überzogener Bürokratie beeinträchtigt werden, ist eine Verschiebung der Anwendung und praxisnahe Anpassungen nötig. Regeln müssen machbar sein, sonst gefährden wir Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. In der vergangenen Woche hat das Europaparlament einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und sich für eine einjährige Verschiebung der EUDR-Regeln ausgesprochen. Der Vorschlag verschafft den Unternehmen nicht nur mehr Zeit, sondern ermöglicht auch eine praxistaugliche Ausgestaltung der Verordnung. Das Parlament ist nun bereit, die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über die endgültige Fassung des Gesetzes aufzunehmen. Die Zeit muss gut genutzt werden.





