Die gesetzliche Rente ist und bleibt das Fundament unserer Alterssicherung, es ist jedoch notwendig, diese an die zukünftigen Gegebenheiten anzupassen. Seit langem stehen wir angesichts des demografischen Wandels vor der Aufgabe, unser Rentensystem auch für unsere Kinder und deren Kinder, zukunftssicher zu gestalten.
Die unabhängige Alterssicherungskommission hat hierzu ihre Empfehlungen im vergangenen Monat vorgelegt. Diese bilden eine wichtige Grundlage für die weitere politische Diskussion. Klar ist, es handelt sich um Vorschläge der Kommission, nicht um bereits beschlossene Maßnahmen. Die CSU wird diese Empfehlungen im nun beginnenden politischen Verfahren sorgfältig prüfen und konstruktiv begleiten. Dabei gilt für mich, Reformen müssen generationengerecht, finanzierbar und sozial ausgewogen sein.
Ein zentraler Ansatz der Kommission ist das „Drei-Säulen-Modell“ der Alterssicherung. Dieses setzt sich aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Vorsorge zusammen.
Erste Säule: Gesetzliche Rentenversicherung stärken
Die gesetzliche Rente soll weiterhin die tragende Säule der Alterssicherung bleiben. Ergänzend schlägt die Kommission den Aufbau einer gesetzlichen Kapitalrente vor. Diese soll langfristig dazu beitragen, das Rentenniveau zu stabilisieren und insbesondere jüngeren Generationen zusätzliche Sicherheit zu geben.
Zweite Säule: Betriebliche Altersvorsorge ausbauen
Die betriebliche Altersvorsorge soll deutlich stärker verbreitet werden. Gemeinsam mit den Sozialpartnern sollen Wege entwickelt werden, damit künftig mehr Beschäftigte, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen, von einer Betriebsrente profitieren können.
Dritte Säule: Private Vorsorge attraktiv machen
Auch die private Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein. Die Kommission sieht in den bereits angestoßenen Reformen, etwa bei staatlich geförderten Altersvorsorgedepots, eine gute Grundlage, damit Bürgerinnen und Bürger ihre Altersvorsorge flexibler und chancenorientierter gestalten können.
Die Empfehlungen der Alterssicherungskommission zeigen, dass die Zukunft der Alterssicherung nur im Zusammenspiel aller drei Säulen gelingen kann. Für die CSU steht dabei fest, dass sich die Menschen auch künftig auf eine verlässliche Altersvorsorge verlassen können müssen. Deshalb werden wir die Vorschläge der Kommission im parlamentarischen Verfahren aufmerksam begleiten und darauf achten, dass notwendige Reformen die Interessen der heutigen Rentnerinnen und Rentner ebenso berücksichtigen wie die der jüngeren Generationen.




