Im Rahmen eines Gesprächs mit dem Regionalvorsitzenden des Landesverbands Bayerischer Fahrlehrer, Manfred Schreiner, mit Fahrlehrern aus der Region stand das Thema „Führerschein soll billiger werden“ im Fokus. Die Diskussion drehte sich um die Herausforderungen, Einsparpotenziale und vor allem um die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit.
Der durchschnittliche Führerschein kostet derzeit rund 3.184,53 Euro, mit regionalen Unterschieden von bis zu 1.700 Euro. Damit ist der Führerschein für viele Fahrschüler ein gewichtiger Kostenfaktor. Dies liegt unter anderem an hohe Investitionen in die Ausbildung von Fahrlehrern, aufwendig ausgestattete Fahrzeuge und Infrastruktur sowie steigende Kosten für Personal, Kraftstoff und die Wartung der Autos.
Auch sind die hohen Durchfallquoten ein Kostentreiber: 53 % der Fahrschüler bestehen die theoretische Prüfung nicht beim ersten Mal, bei der praktischen Prüfung sind es 35–47 %.
Die Bundesregierung will die Kosten für den Führerschein senken und hat die Vorschläge dazu auf den Tisch gelegt. Die Fahrlehrer warnen vor sinkendem Ausbildungsniveau: Das Ersetzen von Präsenzunterricht durch digitale Angebote könnte die Durchfallquote erhöhen und damit die Kosten aufgrund notwendiger Nachprüfungen steigern. Auch weniger verpflichtende Sonderfahrten, verkürzte Prüfungszeiten könnten laut den Fahrlehrern die Verkehrssicherheit gefährden.
Die Anregungen und Anmerkungen der Fahrlehrer nehme ich gerne mit nach Berlin.
Herzlichen Dank für den Austausch!




